Gehälter für IT-Fachkräfte und Honorarsätze IT-Berater

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Insbesondere Gehälter sind immer noch ein Mysterium und dieses trotz der Tatsache,  dass Angestellte seit letztem Jahr die Möglichkeit haben festzustellen, ob man innerhalb des Unternehmens gerecht bezahlt wird. Die entsprechende Möglichkeit haben, so haben Umfragen ergeben, bisher nur wenige Angestellte wahrgenommen. Auch für IT-Berater stellt sich in Zeiten von steigenden Kosten regelmäßig die Frage, ob die angebotenen Tagessätze wettbewerbsfähig sind.

Daher geben die zusammengetragenen Informationen der Statista GmbH einen interessanten Einblick über die Gehälter und Honorarsätze in der IT-Branche.

Durchschnittliche Gehälter in der IT-Branche

 

https://de.statista.com/infografik/12786/durchschnittlichen-jahresbruttogehaelter-von-it-fachkraeften/

Gegenüber den Vorjahren kann man feststellen, dass die Gehälter in den letzten beiden Jahren um ca. 3% gestiegen sind. Insbesondere im Bankenbereich liegen die Gehälter 21% über dem Durchschnitt. Spitzenreiter ist der Standort Frankfurt a.M.

Gegenüber einer Erhebung aus dem Jahre 2013 haben sich IT-Securityexperten gegenüber SAP-Spezialisten an die Spitze gesetzt. Trotzdem gilt es zu beachten, dass es sich bei den Angaben um Durchschnittgehälter handelt. Je nach persönlicher beruflicher Erfahrung und Qualifikation/Zertifizierung weichen die Angaben nach oben beziehungsweise nach unten ab. So liegen die Einstiegsgehälter für Berufsanfänger (Informatikstudium vorausgesetzt) zwischen 40.000€ und 50.000€ während Spezialisten mit >5 Jahren und mehr, durchaus höhere Gehälter erzielen können. In Abhängigkeit von der Unternehmensgröße sind hier durchaus Abweichungen zu beobachten.

Wechselbereite Interessenten sollten sich aber auch darüber im klaren sein, dass die Unternehmen zu hohe Gehaltsforderungen trotz Mangel an Fachkräften ablehnen. Eher lehnen die Unternehmen Aufträge ab, als das Gehaltsgefüge zu zerstören. Dieses ist auch verständlich, da im Durchschnitt ein Tagessatz von 779€ (siehe Tagessätze IT-Berater) in der IT-Branche erzielt wird. Um ein Gehalt von 60.000€ zahlen zu können muss der entsprechende Mitarbeiter an mindestens 120 Tagen pro Jahr beim Kunden abrechnen können. Geht man von 220 Arbeitstagen pro Jahr aus, und zieht pro Woche einen Tag Büro als auch Feiertage ab, so verbleiben nur noch ca. 160 Tage an denen das Gehalt erwirtschaftet werden kann. Die Differenz von ca. 40 Tagen pro Jahr entscheiden über den Gewinn des Unternehmens.

Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. Der entsprechende Leistungsdruck in diesen Unternehmen sollte aber auch nicht unterschätzt werden.


Stunden- / Tagessätze von IT-Beratern

 

https://de.statista.com/infografik/13032/was-it-freiberufler-verdienen/

Von 1990 bis 2010 haben insbesondere Industrieunternehmen, unabhängig von der Branche, Outsourcingverträge mit entsprechenden Providern abgeschlossen. Dieses ging einher mit entsprechenden Personalübergängen zu den entsprechenden Providern. Auch wenn die Anzahl der entsprechenden Outsourcingvorhaben in den letzten Jahren massiv zurück ging, profitieren die IT-Berater noch heute vom entsprechenden Mangel an Fachpersonal. Zusätzlich haben die Unternehmen im damaligen Zeitraum beschlossen, Fachberater für die jeweiligen Projekte auf Zeit einzukaufen. Daher stehen auch diese freiberuflichen Kolleginnen und Kollegen gut da, wie eine aktuelle Erhebung der Allianz für selbständige Wissensarbeit (ADESW) durch das IfD Allensbach zeigt.

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