Absage vor einem Bewerbungsgespräch

Absagegründe vor dem Bewerbungsgespräch

 

Bei Absagen vor einem Bewerbungsgespräch haben die Personalverantwortlichen bereits frühzeitig aufgrund der Bewerbungsunterlagen entschieden, dass der Prozess für Sie nicht weitergehen wird. An diesen vier Gründen könnte es gelegen haben.

1. Fehlerhafte oder unvollständige Unterlagen

Personalverantwortliche bekommen täglich eine Vielzahl an Bewerbungen übermittelt und entscheiden anhand bestimmter Faktoren wie Fehlerlosigkeit oder Unvollständigkeit, ob die Unterlagen genauer durchgelesen oder gleich aussortiert werden. Darüber hinaus spielt die optische Gestaltung ebenfalls eine große Rolle. Hierbei gilt es zu beachten, dass das Layout an die angestrebte Stelle angepasst wird.

Ein Tipp von uns: Nachdem Sie ihre Bewerbungsdokumente erstellt haben, bitten Sie Freunde oder Familie darum, einen prüfenden Blick darauf zu werfen. Oft werden hierbei Fehler entdeckt, die Ihnen trotz Verfassen und mehrmaligem Lesen gar nicht auffallen. Die gute Nachricht: Übermitteln Sie gute Unterlagen und passt Ihr Profil zur Stelle, ist es leicht möglich, dass Rückmeldungen der Personaler nicht lange auf sich warten lassen.

2. Unpassende Gehaltvorstellungen

Insbesondere im IT-Bereich erleben wir häufig Bewerbungen mit Gehaltsvorstellungen die nicht passend zur ausgeschriebenen Position sind. Entscheiden Sie sich, Ihre Gehaltsvorstellungen bereits in der Bewerbung bekanntzugeben, ist es wichtig, dass diese für die Position passend, wohl überlegt und für Sie sinnvoll begründet sind. Wichtige Faktoren sind Berufserfahrung, Passgenauigkeit der geforderten Kenntnisse oder Verantwortung der ausgeschriebenen Position. Auch spielt die Größe des Unternehmens eine Rolle. Ansonsten kann es schnell passieren, dass sich die Personalverantwortlichen aufgrund des unrealistischen Betrages für eine Absage entscheiden.

Tipp: In Österreich ist es übrigens gesetzlich verpflichtend, ein Mindestgehalt in Stellenanzeigen anzuführen. Daran kann man sich als Bewerber oder Bewerberin gut orientieren und erkennt, ob der angegeben Betrag mit den eigenen Vorstellungen annähernd übereinstimmen könnte. In Deutschland und der Schweiz ist das nicht der Fall. Hier ist vor der Bewerbung Recherche gefragt, um einschätzen zu können, wie viel Gehalt man in der neuen Position verdienen könnte.

3. Zuwenig Berufserfahrung

Vielen Arbeitgebern ist ein gewisses Maß an Berufserfahrung sehr wichtig. Möglicherweise haben Sie gerade Ihren Uni-Abschluss erlangt und besitzen theoretisch alle geforderten Qualifikationen. Sie fühlen sich bereit, im Berufsleben so richtig durchzustarten, um Ihr Können unter Beweis zu stellen doch Sie erhalten keine Einladung zum Gespräch.

Viele Bewerber und Bewerberinnen werden in dieser Phase mit einer Absage konfrontiert, da trotz der vorhandenen Kenntnisse, die Erfahrung in der Praxis fehlt. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die potentiellen Arbeitgeber ein Praktikum nicht als eigentliche Berufserfahrung ansehen. Es gilt auf jedem Fall dranzubleiben und sich gezielt weiterhin zu bewerben,  da es zahlreiche Unternehmen gibt, die gute Kandidaten einstellen, auch wenn sie erst wenig Berufserfahrung sammeln konnten. Um eine weitere Konzentration zu erreichen ist es auch sinnvoll nach "Junior" Positionen, oder Positionen mit einer geforderten Berufserfahrung von 0 -2 Jahren, zu suchen.

4. Schlechter Bewerbungszeitpunkt

In den meisten Fällen steht das Veröffentlichungsdatum der Stellenanzeige nicht dabei und auch der Einstellungszeitpunkt wird vom Unternehmen nicht immer erwähnt. So kann es leicht sein, dass Sie mit Ihrer Bewerbung einfach ein paar Tage zu spät sind und der Bewerbungsprozess schon sehr weit fortgeschritten ist.

Eine Jobabsage muss also gar nicht unbedingt mit Ihren Fähigkeiten und Ihrer Qualifikation zu tun haben, sondern kann einfach nur an einem schlecht gewählten Zeitpunkt liegen. Auch hier gilt es, sich nicht entmutigen zu lassen und sich weiterhin auf passende Positionen zu bewerben, irgendwann ist das Timing bestimmt richtig. Auch können Sie davon ausgehen, dass "gute" Personalberater, -vermittler nur wirklich akuell gesuchte Positionen veröffentlicht haben.